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Begleitsymptomatik
Als Begleitsymptomatik bezeichnet man Verhaltensweisen, die das Stottern begleiten und zur Kernsymptomatik hinzu kommen.
Die Betroffenen gewöhnen sich oft bestimmte Verhaltensweisen an, von denen die Stotternden denken, dass diese
Mechanismen das Stottern vermeiden könnten.
Dabei werden oft gelernte Verhaltensweisen, die sich eine Zeitlang als hilfreich erwiesen, beibehalten, obwohl
sie keinen Nutzen mehr haben.
So kann beispielsweise ein stotterndes Kind zufällig bei Beginn eines Stottersymptoms mit dem Fuß aufgestampft
haben und sich dabei zufälligerweise zeitgleich das Stotterereignis aufgelöst haben.
Somit hat das Kind eine scheinbar sinnvolle Reaktion auf das Stottern entwickelt. Es beginnt nun jedes Mal bei
einer Auffälligkeit aufzustampfen, um aus dem Stottern herauszukommen.
Dabei ist dieses Stampfen völlig sinnlos, es hilft nicht das Stotterereignis zu vermeiden, aber dieses Stampfen
fällt dem Gesprächspartner als unnormal auf.
Diese Verhaltensweisen können schon früh nach Stotterbeginn auftreten und belastender und auffälliger als die
Kernsymptomatik werden.
Sie führen häufig zu sich selbst verstärkenden Kreisläufen und können zu immer auffälligeren Verhaltensmustern
führen. Dabei bemerken die Stotternden oft gar nicht, was sie für abnorme Bewegungen machen.
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