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Behandlung von Kindern
Bei Kindern sind die Erfolgs-Prognosen gut.
Bei ihnen sind die Hirnreifungsprozesse noch
nicht abgeschlossen, daher kann man hier erwarten, dass ein frühzeitiges Eingreifen sich günstig auf die
Entwicklung auswirkt und die Stottersymptomatik wieder verschwinden kann.
Bei kleinen Kindern mit Sprechunflüssigkeiten stellt sich die Frage, ob und wann mit einer Therapie begonnen werden
soll. Oft wird der Ratschlag erteilt, abzuwarten bis das Kind älter ist.
Diese Vorgehensweise entsteht meist aus der Annahme, dass es sich bei kleinen Kindern um
"entwicklungsbedingte Unflüssigkeiten" handelt, die im Laufe der Zeit wieder von selbst verschwinden.
Dieses Vorgehen kann sich im nachhinein als richtig erweisen - verschwinden die Unflüssigkeiten wieder, hat
sich das Abwarten als korrekt erwiesen.
Es besteht dabei aber auch die Gefahr, dass eine "echte" Stottersymptomatik verharmlost und das Stottern
durch die falschen Reaktionen der Umwelt und des Kindes stabilisiert und verschlimmert wird.
Daher muss man die Art der Unflüssigkeiten genau untersuchen und wenn Sie den Verdacht haben, dass eine
Stottersymptomatik besteht, sollten Sie sich zur Abklärung bei mir vorstellen.
In jedem Fall muss eine Beratung bzw. eine anschließende Stottertherapie stattfinden, wenn:
- sich Eltern bzw. das nähere Umfeld eines Stotternden Sorgen machen
- wenn das Kind unter der Symptomatik leidet
Es muss schon bei kleinen Kindern bei den oben angeführten Beispielen Hilfestellung angeboten werden.
Es darf in diesen Fällen nicht abgewartet werden, ohne dass Maßnahmen ergriffen werden!
Eine Vorstellung bedeutet nicht zwangsläufig den anschließenden Beginn einer Therapie, eventuell reicht
zunächst eine Beratung und eine weitere Beurteilung der Entwicklung der Symptomatik bei einem Kontrolltermin.
Wichtig ist, dass die Angehörigen zum richtigen Umgang mit dem Betroffenen angeleitet werden, damit das Stottern
nicht durch ungünstige Verhaltensweisen stabilisiert oder verstärkt wird.
Leidet das Kind selbst unter der Störung, so können auch mit kleinen Kindern Techniken und Verhaltensweisen zur Reduzierung
bzw. Löschung der Stottersymptomatik erarbeitet werden.
Außerdem kann so vermieden werden, dass sich bei dem Kind eine Begleitsymptomatik entwickelt. Diese Verhaltensweisen
können später viel auffälliger als das eigentliche Stottern sein.
Verschiedene Therapieansätze

Je nach Alter des Kindes arbeite ich unterschiedlich:
Kleinen Kindern - ca. drei bis vier Jahre alt - biete ich eine anstrengungsfreie Sprechweise an.
Die Kinder lernen am Modell, dies bedeutet, dass die Kinder sich abgucken können, wie man anstrengungsfrei auf Stottern
reagiert.
Über Nachahmung können sich die Kinder flüssiges Sprechen aneignen. Dabei beziehe ich die Eltern
direkt mit ein, sie bieten ihrem Kind dann im häuslichen Umfeld das korrekte Modell zum anstrengungsfreien
Sprechen an.
Wenn die Kinder älter sind und sich auch schon ihrer Stottersymptomatik bewusst sind, dann analysieren wir gemeinsam
die Stotterereignisse und lernen, direkt in den Sprechablauf einzugreifen. Die Therapie orientiert sich an den
Phasen der Erwachsenentherapie.
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